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Schweiz – Verbot für internationale Tippanbieter

Ein Bild der Schweizer FlaggeIn der Schweiz ist die Internet-Revolution voll im Gang. Mit dem rechtsgültigen Volksentscheid aus dem vergangenen Jahr hat sich nicht nur der Markt der Online-Glücksspiele, sondern damit einhergehend auch die Buchmacherbranche, grundlegend verändert. Den Sportwetten wurde zwar ein legaler Anstrich verpasst, allerdings geht dieser zulasten der Tippfreunde. Denn seit Juli diesen Jahres ist der Zugriff auf nicht inländische Wettanbieter untersagt. Mehr Informationen über die aktuelle Situation für Spieler in der Schweiz vermittelt Dir folgender Artikel.

Was hat sich mit dem neuen Gesetz konkret geändert?

Viele Wettfreunde stellen sich aufgrund der zahlreichen Gesetzesänderungen berechtigterweise die Frage, ob Sportwetten in der Schweiz legal sind. Mit dem neuen Geldspielgesetz wurde die Liberalisierung im Alpenland vorangetrieben, so dass offline und online Wetten erlaubt sind. Der einzige gravierende Nachteil, den Schweizer Wettfreunde seit Anfang Juli zu spüren bekommen, ist eine deutliche Angebotsverknappung. Denn das neue Sportwettengesetz berücksichtigt ausschließlich Wettanbieter mit einem Firmensitz vor Ort.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat somit den ausländischen Buchmachern mit Lizenz aus Malta oder der Isle of Man den Zutritt gesperrt. Aufgrund der überschaubaren Anzahl der Gesamtbevölkerung und den recht hohen finanziellen Lizenzanforderungen lohnt es sich für namhafte Buchmacher kaum, eine Niederlassung im Land zu eröffnen.

Die ersten Konsequenzen aus der neuen Rechtslage haben zum Leidwesen vieler eidgenössischen Spieler die Buchmacher 1xBet, Bwin, Betway, Betvictor, Betdaq, Sportingbet und Wiliam Hill gezogen und ihre Schweizer Seiten abgeschalten. Aktuell steht ausschließlich das Wettprogramm von Bahigo und Sporttip zur Verfügung.

Die Entwicklung der Branche seit den 90er Jahren

In der Schweiz war das Glücksspiel bis in die 90er Jahre hinein illegal, erst als in einer limitierten Form Casino-Spiele legalisiert wurden, öffnete sich der Markt. Das führte fast zu nahezu regulierungsfreien Spielmöglichkeiten, so dass Spieler aufgrund eines sehr liberalen Glücksspielgesetzes so viel spielen konnten, wie sie wollten. Damit einhergehend stieg die Nachfrage weiterer Angebote, vor allem bezüglich der Internet-Anbieter, zunehmend an.

Seither entstanden über zwanzig Spielbanken und elf Pferderennbahnen. Sportwetten und Automatenspiele verzeichnen jährliche Zuwächse und gut die Hälfte der Bevölkerung spielt regelmäßig Lotto. Diesbezüglich hat die Schweiz ähnliche Regularien wie in Deutschland – nationale Lotterien sind grundsätzlich legal, aber jedes der 26 Kantone betreibt seine eigene Lotterie. Wobei zwei große Gesellschaften diese Zahlenspiele und auch teilstaatliche Sportwetten anbieten.

Seit 2013 ist die Schweizer Regierung bestrebt, den Online-Glücksspielsektor im Land nachhaltig zu regulieren. Etwa sechs Jahre hat man seitens der Politik versucht, die Spieler im Land zu sensibilisieren, Online-Sportwetten und andere Formen des digitalen Spielvergnügens nicht bei internationalen Betreibern vorzunehmen. Mit einem finalen Volksentscheid wurde das Vorhaben im letzten Jahr endgültig besiegelt.

Offizieller Beschluss zum Verbot internationaler Betreiber

Am 10. Juni 2018 stimmten die Schweizer Bürger einem landesweiten Referendum zu, um den Glücksspielsektor einzuschränken, unter anderem durch das Verbot ausländischer Anbieter, die Online-Wettmöglichkeiten für in der Schweiz ansässige Personen anbieten. Das bedeutet, dass die Angebote nun mehr durch die Rechtsgültigkeit auf Plattformen beschränkt sind, die von schweizerischen Glücksspielunternehmen betrieben werden.

Damit sind die Rahmenbedingungen für Echtgeldspiele in der Schweiz im europäischen Vergleich ab sofort am strengsten reglementiert. Diese Gesetzesvorlage brachte im letzten Jahr bereits Bedenken bezüglich Zensur und Netzneutralität zutage. Aufgrund einer Petition mit über 50.000 Unterschriften konnte die Schweizerische Eidgenossenschaft das Verbot für ausländische Anbieter erst in diesem Jahr durchsetzen.

Das Referendum im letzten Jahr brachte gerade Mal eine Beteiligung von 34 Prozent zustande, wovon 72,9 Prozent dem Vorhaben der Regierung zustimmten. Die Behörden in der Schweiz begründen diesen Weg mit dem Schirm des Verbraucherschutzes und ausdrücklich nicht aus Gründen des Protektionismus gegen ausländische Unternehmen.

Diese haben ja bezüglich der Sportwetten, die Möglichkeit in der Schweiz zu agieren, sofern die Firmen im Land ansässig sind und die Schweizer Lizenzauflagen erfüllen. Von Deutschland aus ist es kein Problem, bei EU-lizenzierten Buchmachern zu spielen. Natürlich sind die Angebote von deutschen Anbietern wie Bet3000 besonders gefragt. Neben exklusiven Startprämien und anderweitigen Vergünstigungen für Tippspieler ist vor allem das Wettangebot in der Breite auf Mannschaften und Sportler mit Bezug zu Deutschland aufgestellt.


Bet3000 im Test

Was passiert mit dem Inkrafttreten des Verbots

Die für die verschiedenen Aspekte des Glücksspielsektors wie Sportwetten, Lotterien und Glücksspiele zuständige Kommission wird in Kürze eine Sperrliste von Online-Plattformen veröffentlichen, die nicht mehr zugänglich sein werden. Obwohl es viele Widerstände gab, gehen die Entscheidungsträger davon aus, dass dieser Schritt den Behörden helfen wird, mehr Kontrolle über potenziell problematisches Spielverhalten zu erhalten und die Online-Spielangebote in einem gesetzlichen Rahmen in das digitale Zeitalter zu bringen.

Zeitgleich gab die zuständige Kommission bekannt, dass es rund 75.000 Menschen in der Schweiz gibt, deren Spielverhalten grenzwertig ist. Zur Prävention und Hilfeleistung werden jährlich Steuergelder von rund einer halben Milliarde Franken investiert, die nun durch inländische Anbieter sichergestellt sind. Denn nur für die Schweiz zugelassenen Wettfirmen und sonstige Glücksspielunternehmen können im Internet eine Präsenz aufbauen und Sportwetten und Co. steuerpflichtig anbieten.