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Rechtlicher Rahmen für Onlineumsätze in den Niederlanden

Flagge NiederlandeDie Niederlande machen es mal wieder den europäischen Ländern vor, wie man Legalisierung und Rechtssicherheit staatlicherseits in seriöses Wachstum lenken kann. Trotz strenger Glücksspielgesetze und Strafenkatalog für Internet-Anbieter verzeichnet der Markt weiterhin steigende Umsätze. Die Regierung in Den Haag ist vor allem Deutschland weit voraus und hat ein eigenes Regulierungsmodell verabschiedet. Ab 1. Januar 2021 sollen nur noch Online Casinos mit niederländischer Lizenz offiziell ihre Angebote im Netz anbieten.

Wachstum unter staatlicher Kontrolle

In den liberalen Niederlanden erreicht der Glücksspielmarkt derzeit einen neuen Level. Aufgrund der seit dem Jahr 2016 schwebenden Lizenzierung von Online-Anbietern, die durch Uneinigkeiten in der Politik immer wieder zum Scheitern verurteilt wurde, hat sich die staatliche CBS – Centraal Bureau voor de Statistiek, die Marktsituation genau untersucht.

Dabei kam die staatseigene Statistikabteilung zu dem Ergebnis, dass die Anzahl an Spielern und Einnahmen innerhalb von drei Jahren um ein Fünftel zugelegt haben. Während im Jahr 2015 das Umsatzniveau der im Internet platzierten Einsätze bei etwas über 1,8 Milliarden Euro lag, wurde im vergangenen Jahr erstmals die zwei Milliarden Euro-Grenze durchbrochen.

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Wie verteilen sich die Spielkategorien?

Der Anteil an virtuellen Glücksspielen hat im Jahr 2018 einen Umsatz von über 650 Millionen Euro verzeichnet, was in etwa ein Drittel der Onlineumsätze ausmacht. Es folgen Sportwetten, Bingo- und Pokerspiele, die gemeinsam mit klassischen Casino-Spielen wie Slots, Roulette, Blackjack und Co. den größten Bereich im niederländischen Glücksspielmarkt abdecken.

Der stationäre Casinomarkt, der in erster Linie durch den Betreiber Holland Casino dominiert wird, erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von etwas mehr als einer halben Milliarde Euro. Das bedeutet, die über 600 Spielbanken machen gerade einmal 20 Prozent des Marktes aus.

Dieser Aspekt war letzten Endes maßgebend für die niederländische Regierung, sich gemeinsam mit der KSA – der staatlichen Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit – auf ein einheitliches Lizenzierungsverfahren zu einigen. Das Bewerbungsverfahren ist bereits am Laufen. Derzeit bewerben sich bis zu 200 Glücksspielunternehmen um eine niederländische Spiellizenz.

Die Popularität zwingt den Staat zum Handeln

Ab Juli nächsten Jahres sollen aller Voraussicht nach die ersten Konzessionen vergeben werden. Als offizieller Starttermin ist der 1. Januar 2021 vorgesehen. Bis dahin gilt auch weiter, wie in Deutschland, dass Spielen nur auf Grundlage der europäischen Rechtsprechung bei Online-Anbieter mit einer gültigen EU-Lizenz toleriert wird. Hinsichtlich der stetig wachsenden Spielgemeinde ist eine Vereinheitlichung in der Glücksspiel-Gesetzgebung für mehr Transparenz und Rechtssicherheit der richtige Schritt.

Die Hochrechnung der CBS ergab, dass in den Jahren 2016 und 2018 die Anzahl von Online-Spielern in den Niederlanden um gut 20 Prozent von 1,6 Millionen auf 1,8 Millionen gestiegen ist. Da mittlerweile etwa 80 Prozent aller Glücksspiele im Internet stattfinden, ist eine Lizenzierung und Regulierung aus Sicht des Staates unumgänglich.

Auch die Staatskasse profitiert vom Glücksspiel

Mit dem Wachstum im Glücksspielsektor erhöhen sich auch die Steuereinnahmen des Staates. Genau das könnte ebenso in Deutschland den Ausschlag geben, die zunehmend klammer werdenden Rentenkassen und sonstige Löcher im Haushalt zu stopfen.

Allein in dem kleinen Nachbarland belaufen sich Einnahmen aus der Glücksspielsteuer im letzten Jahr auf 529 Millionen Euro. Darin enthalten ist der Offline und Online Markt. Somit profitiert der Staat von dem Wachstumsmarkt, der in den vergangenen drei Jahren landesweit über 12 Prozent mehr umgesetzt hat.

Dabei hat sich in den Niederlanden vor allem das hohe Steuermodell ausgezahlt. Im Sektor der Online-Glücksspiele werden sämtliche Umsätze mit 29 Prozent besteuert. Die örtlichen Spielbetriebe müssen sogar über 40 Prozent ihrer Einnahmen an den Fiskus abführen. Aufgrund der positiven Wachstumsprognosen werden die Steuereinnahmen hinsichtlich der vollumfänglichen Legalisierung weiter zulegen.