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Maßnahmen zu deutschlandweiten Regulierung

Das Stichtag 27. März Glücksspielvertrag LogoIm Rahmen der bereits im März abgehaltenen Konferenz zum Thema Sportwetten wurde das Regierungspräsidium in Darmstadt damit beauftragt, die ersten Richtlinien zur deutschlandweiten Konzessionsvergabe auszuarbeiten. Die hessische Behörde hat nun eine umfassende Liste von Auflagen veröffentlicht, die für den Erwerb einer Lizenz, die zum Betrieb von Sportwetten berechtigt, ab 2020 Inkrafttreten sollen. Zu den Bestimmungen gehören unter anderem der Nachweis der Existenz eines deutschen Unternehmens oder die Vorlage einer bestehenden Glücksspiellizenz in einem Bundesland.

Die Bedingungen für die Konzessionsvergabe

Verpflichtend ist für alle Konzessionsgesuche, dass der Buchmacher oder dahinterstehende Unternehmen in keine gesetzwidrigen Geschäftspraktiken verwickelt sind. Das betrifft auch eine einwandfreie Steuerbilanz und eine lückenlose Bescheinigung der europäischen Wettgeschäfte, sofern über die zu lizenzierende Wettfirma in anderen Staaten Sportwetten angeboten werden.

Anbieter, die womöglich in anderen Ländern aufgrund gesetzlicher Diskrepanzen abgestraft worden sind, können, aufgrund des nicht ordnungsgemäßen Verhaltens, innerhalb der EU unter Umständen von der Lizenzvergabe ausgeschlossen werden. Des Weiteren steht auf der Agenda der hessischen Regulierungsbehörde eine Kombination von Sportwetten mit anderen Glücksspielen auf einer Angebotsseite zu verbieten.

Nach § 21 GlüStV darf der Wettanbieter während der Laufzeit der deutschen Sportwetten-Lizenz keine Casino-Spiele anbieten. Auch wenn die Sportwetten Konzession noch in der Ausarbeitung ist, fest steht, ab nächstem Jahr erfolgt eine umfassende Legalisierung. Du kannst heute schon beim europäischen Marktführer Betway Sports einsteigen, der sicherlich einer der ersten Lizenzinhaber werden könnte. Sicher Dir jetzt Dein lukratives Einstiegspaket:


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Neue Regeln für Spieler in Planung

Mitglieder eines deutschen Buchmachers sollen umfangreiche Regulierungsmöglichkeiten erhalten. Über Einstellungsoptionen im jeweiligen Account wird es möglich sein, individuelle Limits festzulegen, was den Einzahlungsrahmen und Wetteinsätze betrifft. Gleichermaßen ist angedacht, die individuelle Selbstsperre in den Vordergrund zu rücken.

Mit dem Lizenzerhalt müssen Wettanbieter gewährleisten können, dass ihre Mitglieder auf einfachem Weg eine Kontoschließung ohne weitere Zugriffsmöglichkeiten veranlassen können. Diese Sperre gilt für mindestens ein Jahr und kann nur durch einen schriftlichen Antrag des Spielers aufgehoben werden. Wettanbieter, die dieser Regulierungsvorschrift nicht nachkommen, drohen Bußgelder in Millionenhöhe.

In diesem Zusammenhang steht auch für die Ausarbeitung des ab Juli 2021 in Kraft tretenden dritten Staatsvertrages die Integrierung einer bundesweiten Erfassung von Sperranfragen auf dem Programm. Damit könnten Selbstsperren für alle Wettseiten gelten und Spieler müssten die Aufhebung über die Lizenzbehörde beantragen.

Einbinden von Einsatzlimits geplant

Die neuen Bedingungen für Sportwettenanbieter in Deutschland sollen neben steuerlichen Aspekten und Einschränkungen im Wettbereich vor allem eine Verschärfung zur Bekämpfung der Spielsucht sowie des Jugendschutzes erwirken. Wobei diese Punkte durch die EU-Kommission seit Jahren für in Europa lizenzierte Anbieter äußerst streng reguliert sind.

Es wird lediglich gern öffentlich publiziert, um das augenscheinlich illegale Glücksspiel durch staatliche Regulierungsmaßnahmen zu beenden. Das bedeutet, wie es heute schon bei regulierten Buchmachern üblich ist, müssen sich neue Spieler mit ihren persönlichen Angaben anmelden, die spätestens, wenn es zu einer Abhebung kommt, zu verifizieren sind. Diese Identitätsprüfung ist EU-weit verpflichtend und geht auf das Anti-Geldwäschegesetz der EU-Kommission zurück.

Damit sollen Auszahlungen über Dritte verhindert werden. Interessant ist außerdem der Ansatz, das Einsatzlimit auf 1.000 € zu begrenzen. Für den Gelegenheitsspieler dürfte das egal sein, allerdings könnten sich professionelle Spieler somit vom deutschen Wettmarkt abwenden und über Buchmacher im Ausland spielen.

Europäische Kommission hegt bereits Zweifel

Die Europäische Kommission hat Bedenken zur Umsetzung des Sportwettengesetzes in Deutschland. Das schnelle Vorgehen, vorangetrieben aufgrund der medialen Präsenz für eine 18-monatige Übergangslösung, um dann im Sommer 2021 einen neuen Glücksspielstaatsvertrag zu verabschieden, lässt vermuten, dass der Maßnahmenplan nicht greifen wird.

Es ist davon auszugehen, dass weiterhin auf der Basis des EU-Rechts Online-Anbieter ihre Angebote publizieren werden und hinsichtlich drohender Strafen nicht vor Gerichtsprozessen zurückschrecken. In Anbetracht der kurzen Zeitspanne, welche die neue Lizenz hat, ist das ein legitimer Weg, um abzuwarten, was ein potenziell zeitgemäßer neuer Gesetzesentwurf zur vollständigen Regulierung des Online-Glücksspielmarkts im Jahr 2021 hervorbringen wird.