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Die kuriosesten Phantom Tore der Fußballgeschichte

Ein Fußball, der im Tor gelandet istDer Fußball hat, so manche kuriose Momente erlebt, in denen Phantom Tore über ein Spiel entschieden haben. Nicht ohne Grund gibt es mittlerweile den Videobeweis, obwohl auch dieser durch teils gravierende Fehlentscheidungen immer mehr in Verruf gerät. Einige Tore bleiben trotzdem unvergessen, wie Thomas Helmer mit seiner legendären Einlage – Hacke, Spitze, eins, zwei, drei und vorbei – Tor! Unter Fußballfans die Lachnummer seit 1994.

Ebenso ein denkwürdiger deutscher Fußball-Klassiker ist das Tornetz-Spektakel aus der Partie TSG 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen aus der Saison 2013/14, als Stefan Kießling einen Kopfball durch ein Loch im Seitennetz im Tor unterbrachte.

Unvergessene Fehlentscheidungen im deutschen Fußball-Oberhaus

Ein Blick zurück in den April 1994 lässt die meisten Bundesliga-Fans schmunzeln. Der 23. April beim Spiel Bayern gegen Nürnberg, ein wunderschöner Fußballsamstag, wird für immer ein Erbe des Bayern-Spielers Thomas Helmer bleiben. Einer der unvergessenen skurrilen Momente des Münchner Olympia Stadions bleibt wohl auf ewig – als der eigentliche Defensiv-Allrounder, im Stil eines Vollstreckers, den Ball am Tor vorbei manövrierte und Linienrichter Jörg Jablonski auf Tor entschied.

Der Endstand des Bundesligaspiels lautete 2:1 für die Bayern. Natürlich legte der Club Beschwerde ein und bekam ein Wiederholungsspiel zugesprochen, was die Franken mit 5:0 verloren. Das wirklich Bittere an dieser Geschichte – Nürnberg ist aufgrund der schlechteren Tordifferenz abgestiegen.

Tornetz-Analyse TSG Hoffenheim vs. Leverkusen

Die jüngeren Fußballfans fragen sich garantiert hin und wieder, warum die Linienrichter so akribisch die Tornetze vor jedem Spiel und ebenso in der Halbzeitpause inspizieren. Nun, der Grund dafür geht zurück auf die 68. Spielminute eines ziemlich verschlafenen Freitagabendspiels in der Bundesliga zwischen Hoffenheim und Bayer Leverkusen. Beim Spielstand von 1:0 für Leverkusen köpfte Stefan Kießling nach einer Castro-Ecke in Richtung Seitennetz, dabei wand sich der Ball durch ein Loch im Tornetz ins Tor hinein. Der Leverkusener Stürmer selbst wandte sich noch während der Landung, nach dem Sprung zum Kopfball ab und legte die Hände auf den Kopf.

Allerdings entschied der Münchner Schiedsrichter Dr. Felix Brych auf Tor, was somit zum Tornetz-Skandal von Sinsheim in die Bundesliga-Geschichte einging. Das Spiel endete 2:1 für Leverkusen, bei allem Pech an diesem Fußballabend parierte Leverkusens Torhüter auch noch einen Elfmeter von Roberto Firmino in den letzten Spielminuten. Im Übrigen wurde die Beschwerde der Hoffenheimer vom DFB-Schiedsgericht abgewiesen, es gab kein Wiederholungsspiel im Vergleich zum Helmer Phantomtor von 1994.

CL-Halbfinale Liverpool vs. FC Chelsea

José Mourinho hat acht Meisterschaften in vier Ländern gewonnen, zweimal als Trainer in der Champions League sowie zweimal in der Euro League bzw. im UEFA Cup triumphiert und war in verschiedenen nationalen Pokalwettbewerben erfolgreich. Aber wenn man ihn nach dem Halbfinale der Champions League 2005 fragt, wird er wahrscheinlich immer noch grimmig schauen und knurren. Damals im Kader der Reds – Ex-Bayern Spieler Dietmar „Didi“ Hamann.

Ausgerechnet im Rückspiel hat das umstrittene einzige Tor, was in den beiden Halbfinalspielen durch Luis Garcia erzielt wurde, das Weiterkommen des LFC entschieden. Der Liverpooler Offensivspieler lupfte elegant einen Ball über Torhüter Carlo Cudicini und in ganz Anfield brach Torjubel aus. Aber bis heute, nach unzähligen Analysen gibt es keine eindeutige Zeitlupe, dass der Ball tatsächlich in vollem Umfang hinter der Torlinie war. Keine Wunder also, dass „The Special One“ beim Gedanken daran weiterhin innerlich brodelt.

Deutschlands inoffizieller WM-Triumph

Es gibt wohl kaum einen Treffer, der weltweit über Jahrzehnte so heiß diskutierte, wurde wie das Phantomtor in der Verlängerung des WM-Finals 1966 im legendären Wembley-Stadion. Das in der Fußballgeschichte bekannte Wembley-Tor steht als Synonym für Englands einzigen WM-Titel. Es gibt nicht wenige, die an das Schicksal glauben und meinen, dieses Tor bestimmt seit über 50 Jahren das Unglück der englischen Fußballnationalmannschaft.

Die verunglückte Flanke von Geoff Hurst, die an der Querlatte landete und letzten Endes auf der Torlinie oder knapp dahinter aufprallte und den Ball wieder zurück ins Spielfeld katapultierte, hat Linienrichter Tofiq Bakhramov als Tor angezeigt.

Im Verlaufe der Wembley-Debatte gestand der sowjetische Fußballschiedsrichter, den Ball nicht gesehen zu haben, sondern aufgrund des Jubels und dem Gesichtsausdruck des deutschen Torhüters auf Tor entschieden zu haben. Unabhängig von den kuriosen Phantomtor Szenarien bieten Buchmacher lukrative Fußballwetten an. Für deutsche Sportwetten Fans wartet ein umfangreiches Wettprogramm auf Wetten.com.


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Was die Gemüter bis heute erhitzt

Ein besonderer Fakt, der bis heute für Diskussionen sorgt ist, dass der aus der Schweiz stammende Referee Gottfried Dienst zunächst auf Eckball entschied und erst aufgrund eines Hinweises vom Linienrichter, das Tor anerkannte. Die Gerüchte über Sprachbarrieren bestehen immer noch, Linienrichter Bakhramov sprach angeblich kein Englisch – wie er sich mit dem Schweizer Schiedsrichter verständigen konnte, das ist bis heute ein Rätsel. Nicht ohne Grund glauben nach wie vor viele Fußballfreunde der älteren Generation in Großbritannien, dass der Fußballgott dieses vermeintlich irreguläre Tor bis ins 21. Jahrhundert bestraft, weshalb es seit der WM-1966 keinen internationalen Erfolg mehr für die englische Nationalmannschaft zu feiern gab.